Sudetendeutsche Hütten

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Mörsbachhütte

1300m

    Sektion Prag

Mörsbachhütte



Zwei Fotos Th. Most 2015
Die Sektion Reichenstein (heute Ortsgruppe Reichensteiner in der Sektion Austria) erwarb im Frühjahr 1931 die Mörsbachhütte in den östlichen niederen Tauern und erweiterte die Skiabfahrten durch Ausholzung erheblich. Durch den Bau einer auch für Autos benutzbaren Straße von Donnersbach nach Donnersbachwald wurde auch der Besuch der Mörsbachhütte wesentlich erleichtert.

Im Frühjahr 1935 erwarb die S. Prag die Hütte, die im Lauf des Sommers durch umfangreiche Arbeiten verbessert und erweitert wurde, so dass sie 19 Betten und 56 Matratzen umfasste.  Die neuen Gasträume boten 84 Personen bequemen Aufenthalt zu gemeinsamen Mahlzeiten.  Die Beheizung erfolgte durch Holzdauerbrandöfen, die Gasträume wurden mit Petroleumgaslampen beleuchtet. In einer der Hütte unmittelbar benachbarten Almhütte ist ein Notlager für mindestens 14 Personen geschaffen worden.

Die Einrichtung wurde fast zur Gänze neu angeschafft. Der Hüttenwart Ing. Horst Härtl weilte zur Beaufsichtigung der Arbeiten fast den ganzen Sommer hindurch im neuen Arbeitsgebiet.

So wertvoll auch die Gewinnung eines Stützpunktes für Winterbergfahrten für die Sektion war, erwies sich doch bald, dass die Mörsbachhütte einmal wegen ihrer abseitigen Lage und vielleicht mehr durch die Tatsache, dass das Tourengebiet ziemlich hohe Anforderungen stellte, nicht allen Wünschen entsprechen konnte.

Nach dem 2.  Weltkrieg wurde die Hütte vorübergehend treuhänderisch verwaltet und ging 1953 in den Besitz der Sektion Graz über. Sie wird heute (2016) als Sebstversorgerhütte geführt und bietet 14 Betten und 40 Matratzenlager.

Für diesen Bericht wurden Teile der Festschrift
zum hundertjährigen Bestehen der Sektion
Prag 1870 - 1970 verwendet.
Th. Most 2016




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