Sudetendeutsche Hütten

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Radstädter Hütte

Egerland-Hütte

1768 m

     Sektion Eger und Egerland                                                                                                                             

Archivfoto: Radtstädter Hütte
Radstädter Hütte ca 1920                  Foto in der Hütte

Radstädter Hütte
Radstädter Hütte 2015
 


Radstädter Hütte
Radstädter Hütte 2015

Die Sektion Radstadt erbaut 1886 auf dem Gipfel des Roßbrand in den Radstädter Tauern eine Schutzhütte, und benennt sie zu Ehren der Sektion Linz „Linzerhaus“. Das Haus steht auf staatlichem Grund, ist aus Holz gebaut, enthält im Erdgeschoß Küche, Gaststube und Kammer für den Bewirtschafter, im Obergeschoß 2 Zimmer mit zusammen 12 Lagerstätten.

Die Hütte, -  inzwischen in Radstädter Hütte umbenannt  - wird 1913 von ungefähr 1000 Personen besucht. 1927 berichten die Mitteilungen des DuÖAV:

Die Radstädter Hütte auf dem Roßbrand, 3 Stunden von Radstadt, ist heuer erstmalig über den Winter in vollem Betriebe. Die herrlich gelegene Hütte ist daher auch für längeren Aufenthalt geeignet. Ein Schilehrer steht mit Rat und Tat vollständig kostenlos zur Verfügung.

Der Zweig Eger im Deutschen Alpenverein sucht schon lange eine Sektionshütte in den Alpen, da wird ihm 1937 vom Hauptausschuss des DuÖAV die Radstädter Hütte --  inzwischen vom Zweig Ostmark erworben – angeboten.
Am 4. März 1939 beschließt der Verwaltungsausschuss des D.A.V. Deutscher Bergsteigerverband im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen:

„Die Radstädter Hütte wird dem Zw. Eger gegen einen Kaufpreis von RM 12.000.-- bei Ratenzahlung angeboten. Der Rest der Forderungen des Gesamtvereins an den aufgelösten Zw. Ostmark in Höhe von rund RM 4000.-- wird abgeschrieben.“

Kriegsbedingt wird die Hütte 1943 geschlossen, die Vertreibung 1945 bedeutet praktisch das Sektionsende des Zweiges Eger. Die Egerländer gründen zwar wieder eine Sektion, erweitern auch noch die Hütte, weihen sie am 19. Juni 1977 neu und geben ihr den Namen Egerland-Hütte, können sie aber nicht mehr halten, da nach dem Straßenbau bis zur Hütte weitere Umbaumaßnahmen notwendig wären, um das starke Touristenaufkommen bewältigen zu können.
Die Hütte wird 1982 verkauft, der Erlös geht in den Kauf eines Hauses in der Fränkischen Schweiz.


Hüttenschild   Hüttenschild                    alle Fotos: Th. Most 2015



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